Mo Juli 30 2018

Tipps zur Vermeidung von Reifenschäden

Das Risiko eines Reifenschadens besteht immer. Dennoch können Autofahrer mit entsprechenden Vorbereitungen vorbeugen und im Falle eines Falles den Schaden gering halten. Einstiche beispielsweise durch Nägel, Schrauben oder Split sind der häufigste Grund für eine Reifenpanne. In einer aktuellen Studie* von Nokian Tyres mit Autofahrern aus Europa wird deutlich, wo Gefahrenquellen liegen und was dagegen getan werden kann.

                                                             

„In der Nähe von Baustellen ist besondere Vorsicht geboten. Dort ist die Gefahr groß, dass scharfe Gegenstände oder Split den Reifen beschädigen. Speziell bei Regen können scharfe Gesteinsbrocken den Reifen beschädigen und in den Stahlgürtel eindringen, da nasser Gummi aufgrund der reduzierten Reibung deutlich schnittempfindlicher ist“, sagt Martin Dražik, Produktmanager bei Nokian Tyres.

 

Niedriger Reifendruck verstärkt das Risiko einer Seitenwandbeschädigung. Bei der Fahrt über eine Bordsteinkante mit zu niedrigem Luftdruck kann der Reifen im schlimmsten Fall bis zur Felge nachgeben und die Seitenwand zerstört werden. „Wenn der Luftdruck zu niedrig ist, wird der Reifen flexibler und die Seitenwand bei Kontakt mit spitzen oder scharfen Gegenständen dadurch anfälliger für Schäden“, erklärt Dražik weiter.

 

Die Tatsache, dass Reifenschäden durch Einschnitte nicht ungewöhnlich sind, spiegelt sich in den Ergebnissen der Nokian Tyres Studie wider. Etwa 40 Prozent der befragten Fahrer berichteten in fast allen Ländern von ein bis zwei Reifenschäden am eigenen Fahrzeug in den letzten fünf Jahren. In Deutschland sind Reifenpannen am seltensten. Hier gaben 69 Prozent an, in den vergangenen fünf Jahren von Reifenschäden verschont geblieben zu sein.

 

So vermeiden Sie Reifenschäden

 

Reifenpannen sind nicht gänzlich zu vermeiden. Dennoch können Autofahrer vorbeugen und den Schaden minimieren. Zusätzlich zu einem vorausschauenden Fahrstil ist eine regelmäßige Reifenluftdruckkontrolle sehr wichtig. In der Europäischen Union verfügen Neuwagen über ein eingebautes Reifendruckkontrollsystem (RDKS), das bei Druckabfall einen Hinweis an den Fahrer abgibt. Falls das Fahrzeug noch über kein derartiges Warnsystem verfügt, sollte der Reifendruck alle drei Wochen kontrolliert werden.

 

Der richtige Reifenluftdruck verlängert die Lebensdauer des Reifens maßgeblich. Die Fahrzeughersteller geben unterschiedliche Empfehlungen für den Reifendruck aus, die hauptsächlich auf Handling-Eigenschaften und Fahrkomfort beruhen.

 

Der passende Reifendruck ist wichtig, denn wenn dieser etwa um 20 Prozent zu niedrig ist, verkürzt sich die Lebensdauer des Reifens um die Hälfte – eine höchst signifikante Auswirkung. Prinzipiell sollte der Reifenluftdruck bei Winterreifen etwa 0,2 bis 0,3 bar höher als bei Sommerreifen sein. Bei schwerer Beladung des Fahrzeugs muss der Reifendruck ebenfalls erhöht werden. Geschieht dies nicht, wölben sich die Seitenwände nach außen und werden so anfälliger für Beschädigungen“, so Dražik.

 

Laut der Nokian Tyres Studie kontrollieren die meisten Autofahrer ihren Reifendruck nicht regelmäßig. In Deutschland beispielsweise geben nur 36 Prozent der Befragten an, ihren Reifendruck einmal pro Monat zu kontrollieren. Ähnlich ist es bei Fahrern in anderen europäischen Ländern wie Polen (36%), Tschechien (28%), Frankreich (38%) und Italien (36%). Autofahrer in Bulgarien (50%) und Rumänien (42%) sind in dieser Hinsicht im europäischen Vergleich am sorgfältigsten. Die Studie zeigt auch, dass zumindest ein Viertel der befragten europäischen Autofahrer den Reifendruck vor Beginn einer längeren Autofahrt kontrolliert.

 

Beachtung des Sicherheitsabstands

 

Ein weiterer wichtiger Beitrag zur Sicherheit ist das Einhalten des Abstands – sowohl zum vorderen als auch zum hinteren Fahrzeug. Bei einem plötzlichen Reifenschaden kann dieser Sicherheitsabstand Leben retten. Leider berücksichtigen nicht alle Autofahrer diese Regel. Laut Studie geben nur knapp über die Hälfte der befragten Autofahrer an, regelmäßig auf die Einhaltung des Sicherheitsabstands zu achten. Am unvorsichtigsten sind Autofahrer in Tschechien, hier sind es sogar nur 37 Prozent der Fahrer, die den notwenigen Abstand einhalten. Die gewissenhaftesten Autofahrer finden sich in diesem Zusammenhang in Bulgarien (62%), Italien (59%) und Polen (58%).

 

Garantien von Nokian Tyres

 

Dank patentierter Technologien und unternehmenseigener Garantien ermöglicht Nokian Tyres allen Kunden eine sorgenfreie Fahrt. Die Aramid-Seitenwandtechnologie verstärkt die Seitenwände der SUV-, Transporter- und Wohnmobilreifen mit extrem haltbaren Aramidfasern. Treten trotz dieser Verstärkung unbeabsichtigte Schäden an der Seitenwand des Reifens auf, greift die Nokian Tyres Aramid-Garantie und der Nokian Tyres Händler stellt dem Fahrer kostenfrei einen neuen, gleichwertigen Reifen zur Verfügung.

 

 

Was Sie über Reifenschäden wissen sollten

 

Wann? Reifenschäden können jederzeit auftreten, am häufigsten passieren sie jedoch während der Urlaubszeit im Sommer. In dieser Zeit fahren Autofahrer oft längere Strecken am Stück und es gibt deutlich mehr Baustellen. Aber auch im Frühjahr und Herbst besteht ein erhöhtes Risiko für Reifenschäden, wenn Frostaufbrüche die Fahrbahnbeläge beschädigen.

 

Warum? Reifenschäden durch Einschnitte sind am weitesten verbreitet. Das Risiko betrifft dabei nicht nur abgefahrene Reifen, auch neue Reifen können durch scharfe oder spitze Gegenstände ernsthaft beschädigt werden. Ein niedriger Reifendruck führt bei einer Kollision des Reifens, beispielsweise mit einem Bordstein, oft zu Schäden an den Seitenwänden.

 

Wie können sie verhindert werden? Eine regelmäßige Kontrolle des Reifendrucks ist wichtig. Wenn das Fahrzeug schwerer als sonst beladen ist, muss der Reifendruck entsprechend erhöht werden. Vorausschauendes Fahren verringert unnötige Schäden, speziell auf Straßen, die in schlechtem Zustand sind, oder in der Nähe von Baustellen.

 

Was ist zu tun? Wenn die Steuerung des Fahrzeugs instabil wird, muss das Fahrzeug schnellstmöglich an einem sicheren Ort zum Stehen gebracht werden. Fahrer sollten sich mit dem Reifenreparaturset auskennen, sicher sein, dass der Ersatzreifen in gutem Zustand ist und die für den Reifenwechsel notwendigen Werkzeuge zur Hand haben. In schwierigen Situationen, etwa auf stark befahrenen Straßen, steht die Verkehrssicherheit aller Passagiere und andere Verkehrsteilnehmern an erster Stelle. Nach sicherem Halten ist der Pannendienst zu informieren.

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