Mo Februar 26 2018

Sichere Qualitätsreifen auch für den Zweitwagen

Familien nutzen ihren Zweitwagen meist anders als den Erstwagen. Beispielsweise fahren sie relativ kurze Strecken, um ihre Kinder zu Freizeitaktivitäten zu bringen. Oft fährt damit auch der gerade volljährig gewordene Nachwuchs, der noch über wenig Fahrpraxis verfügt und somit besonders auf Sicherheitsfunktionen angewiesen ist. Doch da es sich bei Zweitautos in der Regel um günstigere Automodelle handelt, achten die Besitzer bei der Winterreifenwahl eher auf einen niedrigen Preis.

                                                                                                             

Gerade wenn junge Erwachsene ein Auto lenken oder Kinder als Passagiere mitfahren, sollte die Sicherheit an erster Stelle stehen. Eine optimale Sicherheitsausrüstung kann die mangelnde Erfahrung der Fahrer bis zu einem gewissen Grad ausgleichen, vor allem durch die Wahl der richtigen Reifen. Doch auch ein bestens ausgerüstetes Fahrzeug kann keine Sicherheit garantieren, wenn der Fahrer unverantwortlich handelt. Der Einfluss von Reifen auf die Verkehrssicherheit wird bereits in der Fahrschule betont. „Fahrlehrer weisen auf die wichtige Rolle der Sicherheitsausrüstung hin und erklären ihren korrekten Gebrauch. Sie erläutern die Wahl des richtigen Reifentyps, die Bedeutung des Luftdrucks und den Einfluss der Reifen auf die Fahreigenschaften“, sagt Gerhard von Bressensdorf, Vorsitzender der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände.

 

Sparen zum Saison-Ende kann teuer werden

                                                                                           

Manche Fahrer verschieben den Kauf von neuen Reifen auf das Saisonende: Um Geld zu sparen, lassen sie die abgefahrenen Reifen bis zu dem Zeitpunkt montiert, an dem ohnehin ein Reifenwechsel fällig wird. Dabei spielt die Qualität der Reifen eine noch wichtigere Rolle, wenn die Wetterverhältnisse wechselhaft und überraschend sind. Reifen sind bei jedem siebten tödlichen Unfall, der seit dem Jahr 2000 von einem Pkw oder Transporter verursacht wurde, ein wesentlicher Risikofaktor.

 

Fahrer sollten Ihre Reifen niemals komplett abnutzen. Auch wenn die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe für Reifen in Deutschland 1,6 Millimeter beträgt, empfiehlt Nokian Tyres für alle Reifen eine Profiltiefe von mindestens vier Millimetern. Beim Wechsel auf Winterreifen sollten Reifen mehr als vier Millimeter Profil haben, um bei rutschigen Wetterverhältnissen genügend Halt zu gewährleisten“, sagt Martin Dražík, Produkt Manager CE für Nokian Tyres.

                                                      

Auch das Alter des Reifens spielt eine Rolle, denn die Profilmischung verhärtet sich mit der Zeit. Wenn Reifen seit mehr als sechs Jahren im Einsatz sind, ist ihr Halt auf Eis auch bei ausreichender Profiltiefe stark reduziert. Dies ist ein häufiges Problem, gerade bei Zweitwagen, da sie typischerweise weniger gefahren werden als das Hauptauto. Das Alter des Reifens verrät der vierstellige DOT-Zahlencode an der Seitenwand. Die ersten beiden Ziffern stehen für die Fertigungswoche und die beiden letzten Ziffern für das Fertigungsjahr. Beispielsweise wurde ein Reifen mit dem Code 1717 in der 17. Kalenderwoche des Jahres 2017 hergestellt.

                                                                                                                                            

Beachten Sie die folgenden Tipps auch beim Zweitwagen:

 

Um die Fahrsicherheit zu gewährleisten, sollte Ihr Auto über qualitativ hochwertige Winterreifen verfügen, die sich unter wechselhaften Winterbedingungen bewährt haben.

 

·        Überprüfen Sie das Alter, die Profiltiefe und die Profilform Ihrer Winterreifen.

 

·        Die Empfehlung für die Lebensdauer aktiv genutzter Reifen beträgt sechs Jahre, die für die maximale Gesamtlebensdauer zehn Jahre. Die Gummimischung der Reifen verhärtet mit der Zeit, das wirkt sich negativ auf den Griff aus.

 

·       Liegt die Profiltiefe unter vier Millimetern, sollten Sie neue Winterreifen kaufen.

 

·       Mit einer Zwei-Euro-Münze können die Hauptrillen in der Mitte des Profils überprüft werden. Bleibt der silberne Rand der Münze sichtbar, liegt die Profiltiefe unter vier Millimetern.

 

·       Sie sollten die Seitenwände und Rillen des Reifens auf Haarrisse überprüfen.

 

·       Der Reifendruck sollte etwa alle drei Wochen überprüft werden. Unter winterlichen Bedingungen sollten Sie den Reifendruck um etwa 0,2 bar (20 kPa) höher halten, als im Sommer.

 

·       Achten Sie darauf, dass Ihre Reifen gleichmäßig abnutzen. Wechseln Sie dazu die Reifen mindestens einmal pro Saison: montieren Sie die Hinterreifen auf die Vorderachse, und umgekehrt.

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